Fachbegriffe aus der Welt des Tabaks
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Villiger Guide

Fachbegriffe aus der Welt des Tabaks

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Auch in der Welt des Tabaks gibt es ihn, den Fachjargon! Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um Zigarre & Co, zum Mitreden, Fachsimpeln oder Besserwissen.

A

Abbrand

Der Begriff "Abbrand" beschreibt, wie gleichmäßig eine Zigarre glimmt. Ein gleichmäßiger Abbrand, bei dem sich eine lange, ebenmäßige Aschekrone bildet, ist ein Kriterium für eine gut gerollte und korrekt gelagerte Zigarre. Bei Zigarren, die von Maschinen gerollt wurden, ist aufgrund der standardisierten Machart der Abbrand gleichmäßiger als bei handgerollten Zigarren.

Abschneider

Kleines, guillotineähnliches Werkzeug, um der Zigarre am Mundende den "Kopf" abzuschneiden, um sie fürs Rauchen zu öffnen. In Ermangelung eines Abschneiders - und um zu demonstrieren, dass sie harte Kerle sind - beißen die Cowboys in alten Westernfilmen ihren Zigarren ganz einfach die Spitze ab.

Accessoires

(frz.) Zubehör. Im Zusammenhang mit Zigarren verstehen sich darunter Artikel wie z. B. Aschenbecher, Cutter, Bohrer, Streichhölzer und Etuis.

Aficionada

(span.) Zigarrenliebhaberin, weiblicher Zigarrenfan

Aficionado

(span.) Zigarrenliebhaber, männlicher Zigarrenfan

Anzünden

Zum Anzünden einer Zigarre können unterschiedlichste (Zünd-)Hölzer und Feuerzeuge verwendet werden. Viele Aficionados verwenden dafür jene Zedernhölzer, die als Trennhölzer in vielen Zigarrenkisten stecken. Ein absolutes No-Go ist aus Geschmacksgründen aber ein Benzin-Feuerzeug.

Aromaschutzbeutel (Freshpack)

Ein Aromaschutzbeutel ist eine Verpackung für Zigarren um das Austrocknen zu verlangsamen und einen kurzen Transport zu gewährleisten.

B

Bandtabak

Gemahlener Tabak wird mit Bindemitteln vermischt und auf einem Stahlband zu Bandtabak ausgewalzt. So entsteht ein endloses Tabakband, das meist als Umblatt maschinell hergestellter Zigarren und Cigarillos verwendet wird. Bandtabak besteht zu etwa 95 Prozent aus Tabak, liefert eine gleichbleibende geschmackliche Qualität und gewährleistet einen gleichmäßigen Abbrand.

Bauchbinde

Papierner Ring, den fast jede Zigarre trägt. Erfinder der Bauchbinde - auch Zigarrenring genannt - war Gustav Bock Müller. Damals diente der Zigarrenring noch dazu, die weißen Handschuhe der Adligen vor braunen Tabakverfärbungen zu schützen. Heutzutage ist die Bauchbinde die Visitenkarte einer jeden Zigarre.

Besuki

Berühmter Tabakanbaudistrikt auf -> Java/Indonesien

Binder

(engl.) Umblatt

Blend

(engl.) Einlagemischung

Bohrer

Gerät zum Anbohren des Zigarrenkopfes in Längsrichtung. Der Vorteil des Anbohrens einer Zigarre liegt darin, dass keine Tabakreste in den Mundraum gelangen. Das Anbohren ist meist bei Frauen sehr beliebt.

Brasilien

Brasilianischer Tabak zählt zu den besten Tabaken der Welt. Durch ein weltweit einzigartiges Trocknungsverfahren erhalten die vollaromatischen, süßen Mata-Fina-Tabakblätter ihre charakteristische dunkelbraune Farbe. Wegen dieser Farbe wird von Brasil-Zigarren oft irrtümlich angenommen, sie seien besonders kräftig. Das Gegenteil ist der Fall: Der Brasiltabak überrascht mit einem sanften, leicht süßen Aroma, das gleichzeitig voller Temperament und Würze steckt. Es scheint fast, als färbe das Wesen der immer lächelnden, freundlichen und temperamentvollen Einwohner Brasiliens auf den Tabak ab. Villiger hat mit der „Tobajara Brasil“ eine der seltenen Brasil-Puros im Sortiment, die zu 100 Prozent aus brasilianischem Tabak bestehen.ersetzt brasil

Bunch

(engl.) Wickel

Bundle

(engl.) In Zellophan verpacktes Zigarrenbündel, kostengünstige Verkaufsverpackung.

Bünde (Zigarrenstadt)

Die westfälische Stadt Bünde ist die historische "Zigarrenstadt" Deutschlands. Und natürlich ist auch die Villiger Söhne GmbH hier mit einem Zigarrenfabrik vertreten. Im Jahr 1970 übernahm die Villiger-Gruppe das in Bünde ansässige Tabakunternehmen Rudolf Holzapfel. Im Jahr 1982 baute Villiger dann im Stadtteil Dünne eine neue, moderne Produktionsstätte, in der heute fast 300 Mitarbeiter beschäftigt sind.

C

Capa

(span.) Deckblatt

Capote

(span.) Umblatt

Churchill

Zigarrenformat, Länge: 170 mm, Durchmesser: 17 - 19 mm, Ringmaß 47
Das Churchill-Format (benannt nach dem britischen Premierminister Winston Churchill, einem leidenschaftlichen Zigarrenraucher) kombiniert Länge und einen großen Durchmesser. Sie wurde lange Zeit von den Firmen Alfred Dunhill (London) in Kooperation mit Romeo y Julieta (Havanna/Kuba) eigens für den britischen Premierminister mit personalisierter Bauchbinde produziert. Die Bezeichnung „Churchill“ wird heute allerdings von Herstellern und Händlern sowohl als Markenname für ganz bestimmte Zigarren, aber zur Verwirrung mancher Konsumenten auch als allgemeine Bezeichnung für dieses Format verwendet. Die korrekte Bezeichnung für das sehr beliebte Format lautet „Julieta 2“.Hochwertige Tabake entfalten als Churchill-Zigarre ihren vollen Geschmack. Die Rauchdauer beträgt bis zu 90 Minuten.

Cigarillo

Am Brand- und Mundende gerade abgeschnittene kleine Zigarre. (Aber aufgepasst bei Reisen in spanischsprachige Länder: im Spanischen bezeichnet das Wort Cigarillo eine Zigarette!)

Claro

(span.) hell; Farbbezeichnung für helle Zigarren

Colorado

(span.) farbig; Farbbezeichnung für braune Zigarren

Connecticut

Deckblatt aus dem Anbaugebiet "Connecticut Shade River Valley" (USA), unter Schattenzelten gewachsen.

Connecticut Wrapper

Deckblatt aus Connecticut (US-Bundesstaat)

Corona

Zigarrenformat, das sich durch ein geschlossenes Mundende und eine zylindrische Grundform auszeichnet. Länge: 140 mm, Durchmesser: 15 - 17 mm.

Cuban Seed

Verwendung von kubanischem Samen in anderen Anbauländern.

Culebra

(span.) Schlange; meist zu dritt in feuchtem Zustand zu einem Zopf geflochtene Zigarren, z. B. die "Original-Krumme" von Villiger. ",Villiger Original-Krumme Zigarre & 3er Zopf

Cutter

(engl.) Abschneider

D

Deckblatt

Das äußere Blatt einer Zigarre, in das der Wickel gehüllt wird. Das Deckblatt wird meistens spiralförmig vom Brandende zum Mundende gerollt und dort mit Tragant verklebt. Dem Deckblatt kommt große Bedeutung zu, da es bis zu 60 Prozent des Aromas beisteuert und damit den Geschmack der Zigarre maßgeblich bestimmt. Außerdem entscheiden Farbe, Struktur und Duft des Deckblatts über den ersten Eindruck, den die Zigarre auf den Aficionado macht. Deshalb legen Hersteller hochwertiger Zigarren großen Wert auf makellose Deckblätter feinster Herkunft.

Deutschland

Seit über 400 Jahren wird auch in Deutschland Tabak angebaut. Auf dem Weltmarkt jedoch spielte der deutsche Tabak immer eine untergeordnete Rolle. Denn das mitteleuropäische Klima ist für die wärmeliebende Tabakpflanze grenzwertig. Trotzdem weisen Tabake aus Deutschland eine gute Qualität auf und überzeugen durch Aroma und guten Brand. Der dunkle deutsche Zigarrentabak - wie der "Badische Geudertheimer" und der "Friedrichstaler" - zeichnet sich durch einen geringen Nikotingehalt und einen milden Geschmack aus und wird in der Zigarrenherstellung als Einlage oder Umblatt verwendet. Die wenigen verbliebenen Anbauflächen liegen in Baden, der Südpfalz und in der Uckermark.

Dominikanische Republik

Ihr tropisches Klima macht die Dominikanische Republik nicht nur zu einem beliebten karibischen Urlaubsziel, sondern auch zu einem idealen Ort für den Tabakanbau. Hier, auf der zwischen Atlantik und Karibik gelegenen Insel Hispaniola, die sich die Dominikanische Republik mit Haiti teilt, wachsen die milden, aber aromareichen Domingo-Tabake. Die bekannteste Anbauregion ist das Cibao-Tal im Nordwesten. Die Berge schützen die Tabakfelder vor den karibischen Stürmen, die Wolken beschirmen sie vor der karibischen Sonne. Reichliche Niederschläge sorgen für die ideale Luftfeuchtigkeit. Die drei dominikanischen Hauptsorten für Einlage und Umblatt: Olor Dominicano, Piloto und San Vicente. Viele Zigarren aus dem Hause Villiger enthalten Domingo-Tabake, unter anderem die „Villiger 1888“, die „Bock y Ca“, die „Dominico“ und die „1492“.

Double Corona

Zigarrenformat. Länge: 190 mm, Durchmesser: 20 mm.

E

Ecuador

Viele der handgerollten Zigarren der Zigarrenmanufaktur Villiger hüllen sich in ein Ecuador-Deckblatt. Denn die Deckblätter aus Ecuador sind auffallend schön: Hell und elastisch, mit sanftem Glanz, verleihen sie Zigarren eine verführerische Haut. Ihre ebenmäßige Schönheit verdanken sie der Lage ihres Herkunftlandes im Nordwesten Südamerikas. Denn Ecuador liegt nicht nur, wie der Name schon sagt, am Äquator, sondern auch am Fuße der Anden. Die sich vor dem Gebirge anstauenden Wolken bilden einen natürlichen Schutzschild gegen zu intensive Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig aber gibt es ausreichend Wärme und Regen, so dass die Tabakpflanzen ausgezeichnet gedeihen. Die Schönheit ihrer Deckblätter lassen sich die ecuadorianischen Tabakbauern gut bezahlen – doch für manche Zigarren, wie unsere „Villiger 1888“ ist eben das Beste gerade gut genug.

Einlage

Kern der Zigarre. Mischung aus Blatthälften oder Blattteilen verschiedener Sorten oder Provenienzen. Die Einlage besteht bei Longfillern meist aus drei Tabaksorten und bis zu fünf Einlageblättern.

Especial

Zigarrenformat. Länge: 235 - 240 mm, Durchmesser: 19 mm.

F

Facon

(franz.) Format

Fermentation

Gärungsprozess, bei dem Eiweiß- und Nikotingehalt des Rohtabaks verringert und die typischen Aromastoffe entwickelt werden.

Feuerzeug

Gasfeuerzeuge sind - neben Streichhölzern - hervorragend zum Anglimmen der Zigarre geeignet, da sie geschmacksneutral sind. Siehe Jetflame.

Figurado

Zigarrenformat. Der Korpus dieser Zigarre weist keinen ebenmäßig zylindrischen Verlauf auf, stattdessen variiert ihr Ringmaß von Anfang bis Ende. Der Kopf der Zigarre läuft spitz zu; beim sogenannten "Doppelfigurado" ist die Zigarre an beiden Enden spitz zulaufend.

Filler

(engl.) Einlage

Format

Das "Format" bezeichnet Form und Größe der Zigarre. Länge (L) und Durchmesser (ø) einer Zigarre haben in Wechselwirkung großen Einfluss auf den Geschmack und die Brenneigenschaften.

G

Gran Corona

Zigarrenformat. Länge: 140 - 150 mm, Durchmesser: 16 - 19 mm.

Gran Panetela

Zigarrenformat. Länge: 190 mm, Durchmesser: 15 mm.

H

HTP

Homogenisiertes Tabakpapier, siehe Bandtabak

Habano

Habano ist ein geschützter Begriff für Zigarren die aus Kuba stammen.

Hand rolled cigar

(engl.) Zigarre, bei der das Deckblatt in Handarbeit aufgebracht wurde, der Wickel aber maschinengefertigt ist.

Handmade cigar

(engl.) vollständig in Handarbeit hergestellte Zigarre

Havana

(engl.) für die Hauptstadt Kubas, auf spanisch "La Habana", zu deutsch "Havanna" genannt; geschützter Begriff für Zigarren aus Kuba.

Hecho a mano

(span.) "von Hand gemacht". Allerdings ist diese Bezeichnung etwas irreführend, da sie Zigarren bezeichnet, die nur teilweise in Handarbeit gefertigt wurden. Als "hecho a mano" werden beispielsweise Zigarren bezeichnet, deren maschinell hergestellter Zigarrenwickel von Hand überrollt wurde (engl: hand rolled cigar), oder sogar vollständig maschinell gefertigte Zigarren, die lediglich von Hand verpackt wurden (envuelto a mano). Nur die Bezeichnung "Hecho totalmente a mano" steht für eine vollständig von Hand gefertigte Zigarre, entsprechend dem englischen Begriff "handmade cigar".

Honduras

Dicht bewaldete Berge, üppig grüne Täler: Honduras beherbergt das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet Zentralamerikas. Ein gebirgiges Zentralmassiv beherrscht das Land, und der Nordost-Passat sorgt für regelmäßige Niederschläge und feuchtwarme Luft. Ideale Bedingungen also für den Tabakanbau, und so zog es viele exilkubanische Tabakbauern nach Honduras, mit dem Ziel, sich hier, eine neue Existenz aufzubauen. Und sie hatten Erfolg damit: Der honduranische Tabak gilt als der goldene Mittelweg zwischen den dezenten dominikanischen und den schweren kubanischen Tabaken. Deshalb ist Honduras die Heimat vieler großer Zigarrenmarken, darunter auch „La Libertad“ aus dem Hause Villiger.

Humidor

Dabei handelt es sich um einen auf konstanter Luftfeuchtigkeit gehaltenen Raum, Schrank oder Kasten zur korrekten Lagerung von Zigarren. Hierbei ist eine Temperatur von 18 bis 20 Grad Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von 65 bis 75 Prozent optimal für Zigarren.
Sollten Zigarren vorher stark ausgetrocknet gewesen sein, kann man durchaus die Luftfeuchtigkeit für einen kurzen Zeitraum erhöhen.

I

Indonesien

Siehe Java und Sumatra (Indonesien)

Inhalieren

Das Einatmen des Rauches wie beim Zigarettenrauchen. Beim Genuss von Zigarren jedoch wird das Inhalieren vermieden. Wer einmal versehentlich Zigarrenrauch inhaliert hat, weiß warum.

Italien

Italien ist neben Frankreich der wichtigste europäische Tabakstandort. Doch wie in ganz Europa ist auch in Italien das Klima nicht ideal für den Tabakanbau: Das Land kann der tropischen Pflanze zwar Wärme bieten, ist ihr aber tendenziell zu trocken.
Für die Einführung des Tabaks in Italien zeichnet übrigens der Klerus verantwortlich: Kardinal Santa Croce weilte im 16. Jahrhundert als Botschafter des Papstes am portugiesischen Hof. Bei seiner Rückkehr nach Rom brachte er als königliches Geschenk für Papst Pius IV Tabaksamen mit, der sie an die Zisterziensermönche übergab. Diese bauten die Tabakpflanzen zunächst nur als Heilmittel an. Erst später entdeckten sie den Tabak als Genussmittel: Sie zerrieben getrocknete Blätter und schnupften sie.

J

Java

Auch die Böden der Tabakfelder auf der indonesischen Insel Java sind vulkanischen Ursprungs, das Klima ist jedoch weniger warm und feucht als auf Sumatra. Tabake aus Java erreichen zwar nicht die Deckblatt-Qualität von Sumatra-Tabak, liefern aber ausgezeichnete Umblätter und beliebten Einlagetabak. Die leicht nussig schmeckenden Vorstenlanden- und die erdigen Besuki-Tabake aus Java sind milder, harmonischer und leichter als ihre aromatischeren und kräftigeren Verwandten von der Sumatra-Insel. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn es in einer Tabakkomposition gilt, einen Kontrapunkt zu einem besonders temperamentvollen Tabak zu setzen, um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen. Villiger verwendet Java-Tabak beispielsweise in der „1492 Exquisitos“.

Jetflame

Jetflame Feuerzeuge sind Gas-Feuerzeuge die durch eine spezielle Düse eine heisse und blaue Flamme erzeugen. Diese Feuerzeuge sind optimal dazu geeignet Zigarren anzuzünden.

K

Kolumbien

Kolumbianischer Tabak trägt den wohlklingenden Namen "Carmen". Diesen verdankt er aber nicht etwa einer rassigen Tabakbäuerin, sondern einem Distrikt gleichen Namens, in dem die wichtigsten Tabakplantagen des Landes liegen.
Die großblättrigen kolumbianischen Tabake, meist von Pflanzerfamilien auf kleinen gepachteten Ländereien angebaut, werden wegen ihrer Ergiebigkeit gerne als Deckblätter verwendet. Ihr Geschmack ist leicht erdig. Die Farbpalette kolumbianischen Tabaks reicht von tabakbraun bis zu tiefdunklen Tönungen.
Kolumbien kann für sich beanspruchen, die Wiege des internationalen Tabakhandels zu sein. Denn im Jahre 1776 legten die spanischen Kolonialherren vier Hauptanbaugebiete für Tabak fest, die allesamt auf dem Gebiet des heutigen Kolumbien lagen, und für die nächsten 75 Jahre hielt die spanische Krone das Monopol auf den Handel mit Tabakblättern. Derzeit fördert die kolumbianische Regierung die Schaffung zusätzlicher Plantagen für Tabakanbau.

Kopfcigarre

Zigarre mit einem geschlossenem Mundende. Als "Kopf" bzw. "Köpfchen" bezeichnet man das rund ausgeschnittene Tabakblatt, dass das Mundende verschliesst.

Kuba

Auf der Karibikinsel Kuba werden die berühmtesten Zigarren der Welt hergestellt. So ist es kein Wunder, dass der Tabak die nach Zucker und Tourismus die drittgrößte Devisenquelle des Landes ist. Fast die gesamte Tabakproduktion, deren Zentrum in der Provinz Pinar del Rio im Südwesten der Insel angesiedelt ist, wird exportiert. Das tropische, vom Nordostpassat geprägte Klima eignet sich hervorragend für den Tabakanbau. Entscheidend für die hohe Qualität und den Charakter des Tabaks sind aber die Böden. Die kubanischen Tabake sind allesamt sehr aromatisch und besonders kräftig, auch wenn sie – je nach Anbauregion – in Sachen Form und Geschmack stark variieren. Die beiden Tabak-Hauptsorten sind die vor allem für Deckblätter genutzte Corojo und die Criollo.

L

Lagerung

Eine Zigarre kann viele Jahre lang gelagert werden. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass es unter idealen Bedingungen geschieht: Eine Temperatur von 18 - 20° Celsius und eine relative Luftfeuchte von 65 - 75 Prozent sind entscheidend für die Erhaltung der Qualität.

Leicht

Der Ausdruck "leicht" bezieht sich nicht auf den Nikotin- und Kondensatgehalt einer Zigarre, sondern auf ihr wenig dominantes Aroma.

Long Filler, Longfiller

(engl.) Die Einlage von Longfiller-Zigarren besteht aus ganzen Tabakblättern, die je nach Format der Zigarre der Länge nach gefaltet werden. Die meisten Longfiller werden in Handarbeit gefertigt. Im Gegensatz dazu gibt es Shortfiller-Zigarren, die aus zerkleinerten Blättern bestehen.

Lonsdale

Zigarrenformat. Länge: 150 mm, Durchmesser: 16 - 17 mm.

M

Maduro

(span.) reif; Farbbezeichnung für dunkle, fast schwarze, reife Deckblätter.

Matas Bahia

berühmtes Zigarrentabak-Anbaugebiet in Nordost-Brasilien

Mexico

In Mexiko spielte der Tabak schon vor mehr als 2000 Jahren eine wichtige Rolle in der Mythologie und Heilkunst der Maya. Während der Tabak aus Mexiko auf dem US-amerikanischen Markt bereits gut etabliert ist, erobern die würzigen, erdigen Blätter nun auch Europa. Als Umblatt oder Einlage verleihen Sie den Zigarren Kraft und einen besonderen Charakter. Als Deckblätter sind die dunklen Maduro-Tabake begehrt, die für ihre pfeffrige Süße bekannt sind und einigen Tabakexperten als die besten der Welt gelten. Aficionados schätzen an Zigarren aus Mexiko außerdem, dass sie während der gesamten Zigarrenlänge ihr angenehmes Aroma beibehalten, leicht im Zug sind und besonders gleichmäßig im Brandverhalten. Im Sortiment der Zigarrenmanufaktur Villiger finden sich mexikanische Tabake unter anderem in der Marke Villiger 1888.

Mild

Der Ausdruck "mild" bezieht sich nicht auf die Bekömmlichkeit einer Zigarre, sondern beschreibt ihr Aroma, das von mittlerer Dominanz ist.

Molde

Mit Molde oder auch Wickelpresse bezeichnet man Bretter mit Ausstranzungen in denen die Zigarrenpuppen/wickel in eine gleichmäßige Form gepresst werden.

N

Nicaragua

Nicaragua liegt auf demselben Meridian (Längengrad) wie Kuba. Nicht nur die Landschaft, das Klima und die Böden der beiden Länder ähneln einander. Auch den nicaraguanischen Tabaken wird nachgesagt, dass sie "closest to Cuba" seien, also von allen Tabaken der weltweiten Anbaugebiete dem legendären kubanischem Tabak am ähnlichsten. Jahrzehntelang war das Land durch Diktatoren, politische Wirrungen und Bürgerkriege lahmgelegt. Doch jetzt geht es wieder bergauf mit dem Land, und auch mit seiner Tabakwirtschaft: Die großen, dunkelbraunen und würzigen Blätter aus Nicaragua sind bei Tabakeinkäufern begehrt. Die Zigarrenmanufaktur Villiger verwendet den hochwertigen, vollaromatischen Nicaragua-Tabak unter anderem in ihren Marken "La Meridiana" und "La Capitana".

O

Oscuro

(span.) dunkel; Farbbezeichnung für nahezu schwarze Zigarren.

P

Panetela

Zigarrenformat. Länge: 100 - 170 mm, Durchmesser: 10 mm.

Paraguay

Die Republik Paraguay zählt zu den kleinen Tabakanbaugebieten der Welt. Doch der hier produzierte Tabak hat unter seinen Anhängern zwei große Namen. Die dunkle Tabaksorte "Dark Aircured" aus dem südamerikanischen Binnenstaat wurde durch einen berühmten Fan weltbekannt: Humphrey Bogart drehte bevorzugt den luftgetrockneten Paraguay-Tabak in seinen allgegenwärtigen Glimmstängel.
Über den paraguayischen Zigarrentabak äußerte sich Ernest Hemingway 1955 so: “Schade, paraguayische Zigarren hätte ich früher kennen müssen; sie entfalten eine derart kompakte Würze, wie ich sie bei keiner Havanna vorfinde.” Auch heute kommen beliebte handgerollte Edelzigarren aus Paraguay.

Perfecto

Zigarrenformat mit rundem Kopf und spitzem Brandende.

Petit Corona

Zigarrenformat. Länge: 125 mm, Durchmesser: 16 - 17 mm.

Philippinen

Tabak aus den Philippinen wird - nach dem Hauptausfuhrhafen der Philippinen - auch "Manila-Tabak" genannt. Ende des sechzehnten Jahrhunderts, als der Tabak seinen Siegeszug durch die Welt antrat, brachte ein spanisches Schiff kubanischen Tabaksamen mit auf die Philippinen. Schnell stellte sich heraus, dass Boden und Klima einen exzellenten Tabak hervorbrachten.
Jahrhundertelang wetteiferten die erstklassigen philippinischen Zigarren mit den cubanischen Havanna-Zigarren um die Gunst der Aficionados im spanischsprachigen Raum. Erst gegen Mitte des 20. Jahrhunderts verlor die Manila-Zigarre dieses Rennen und geriet international ein wenig in Vergessenheit. Das liegt vielleicht auch daran, dass philippinische Premiumzigarren aufgrund ihres ganz eigenen Stils kaum mit anderen Zigarren zu vergleichen sind.
Der philippinische Tabak jedenfalls ist bekannt für seine milde, dezent würzige Note und seinen vergleichsweise niedrigen Nikotingehalt.

Picadura

Gerissene, entrippte Blattteile, die als Einlagetabak verwendet werden.

Premium Cigars, Premiumzigarren

Zigarren von hohem Qualitätsstandard. Kriterien: 100% Tabak, handmade, Longfiller.

Provenienz

Herkunftsland des Tabaks

Purito

(span.) Cigarillo, auch Zigarrenformat. Länge: 97 mm, Durchmesser: 11-12 mm.

Puro

Eine "Puro"-Zigarre besteht zu 100 Prozent aus Tabak eines einzigen Herkunftslandes. So ist beispielsweise Villigers "Tobajara Brasil" eine Brasil-Puro, sie ausschließlich aus brasilianischen Tabaken gerollt wird.

Pyramide, Zigarrenformat

Die Zigarre verjüngt sich über ihre gesamte Länge und ist am Kopf spitz zusammengerollt.

R

Ring Gauge

(amerik.) Ringmaß, Zigarrenumfang. Dabei wird das Maß in 1/64 Zoll gezählt.

Robusto

Zigarrenformat. Länge: 120 mm, Durchmesser: 20 mm

S

Sandblatt

Unterste Blätter der Tabakpflanze, zart, besonders aromatisch, vom Regen mit Sand bespritzt.

Schere

Zigarrenschere. Sie werden ähnlich dem Cutter zum anschneiden der Zigarre am Kopf- bzw. Rauchende genutzt.

Scrap Filler

(engl.) Einlage aus gerissenen, entrippten Blatteilen

Shape

(engl.) Format

Stumpen

In der Schweiz geläufiges Synonym für Zigarren, oft in abfälliger Bedeutung. Ursprünglich in Mehrfachlänge hergestellte Zigarren mit in ganzer Länge aufgeklebtem Deckblatt.

Sumatra

Besonders gute Boden- und Klimaverhältnisse sind es, denen die indonesische Insel Sumatra ihren Erfolg als Tabakanbauland verdankt. Nahe am Äquator gelegen herrschen in den Tabakanbaugebieten im nordöstlichen Teil der Insel tropische Temperaturen mit dauerhaft über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die besten Tabake gedeihen in den Distrikten Deli und Langkat in 120 bis 200 Metern über dem Meer auf schwarzen Böden vulkanischen Ursprungs. Ihr feines, blumiges Aroma, ihr eher sanfter Geschmack und ihre gute Glimmfähigkeit machen die eher hellen Tabake von Sumatra zu begehrten Zigarrendeckblättern, vor allem in Europa. Die besten Sumatra-Deckblätter werden im wahrsten Sinne des Wortes „versilbert“: Ein Kilogramm des raren Tabaks ist teurer als ein Kilogramm Silber.

T

Tabaco del sol

Unter direkter Sonneneinstrahlung gewachsener Tabak. Durch das direkte Sonnenlicht werden die Tabakblätter kräftiger in ihrem Aroma.

Tabaco tapado

Unter Netzen oder Gazezelten gewachsener Tabak. Durch den Schutz vor praller Sonneneinstrahlung werden die Tabakblätter geschont, entwickeln ein mildes Aroma und eine samtige Struktur. Diese besonders schönen Tabakblätter werden meist als Deckblätter verwendet.

Tobajara

Die Tobajara sind ein Volk indigener Menschen in Südamerika. Der Name bedeutet "Herr des Dorfes" von "Taba" (Dorf) und "Jara" (Herr). Die Tobajara leben im Hinterland von Ceará, Brasilien.

Toleranz

Rücksichtnahme auf Nichtraucher gilt als vornehme Tugend der Zigarrenraucher.

Torpedo

Zigarrenformat. -> Pyramide

Totalmente a mano

Höchste Form der reinen Handfertigung. Die Zigarre wird ganzheitlich von Hand gefertigt ohne Verwendung Molden/Wickelpressen.

Tripa

(span.) Einlage 

Tripa Corta

(span.) Die "kurze Einlage" besteht aus zerkleinerten Tabakblättern, die mit ausgesuchten und zugeschnittenen Blättern kombiniert werden.

Tripa Larga

(span.) Die "lange Einlage" besteht aus vollständigen Tabakblättern oder Blatthälften, bei denen lediglich die Blattrippen entfernt wurden.

Très Petit Corona

Zigarrenformat. Länge: 110 mm, Durchmesser: 16 mm.

Tubo

Verschließbare Aluminiumröhre als Schutz für die einzelne Zigarre vor mechanischer Beschädigung und Austrocknung. Praktisch, um Zigarren auf eine Reise oder zu Freizeitaktivitäten mitzunehmen.

U

U.S.A.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind - nach der Volksrepublik China, Indien und Brasilien - der viertgrößte Tabakproduzent der Welt. Schon lange bevor Europäer die "Neue Welt" und kurz darauf den Tabak für sich entdeckten, nutzten die Indianer Nordamerikas wilden Tabak als Genussmittel, spirituelle Droge und Medizin. Heute sind drei Anbauregionen der Vereinigten Staaten für erstklassigen Cigarillo- und Zigarrentabak bekannt: Connecticut, Florida und Virginia.
Besonders begehrt bei Zigarrenproduzenten sind die Deckblätter aus Connecticut, die unter Schattenzelten angebaut werden. Die Beschattung sorgt dafür, dass ein geschmeidiges, helles Deckblatt entsteht, das gut mit aromatischen Einlage- und Umblatt-Tabaken harmoniert. Diese Connecticut-Shadegrown-Deckblätter werden auch für Premiumzigarren in mittelamerikanischen Ländern verwendet.

Umblatt

Das Umblatt liegt unter dem Deckblatt. Es umhüllt die Einlagetabake und gibt der Zigarre ihre Form.

V

Virginia

Eine vor allem in den Alpenländern beliebte schlanke, lange Zigarre mit Mundstück.

Vitola

(span.) Format

Volado

Sandblatt der Criollo-Pflanze

Vuelta Abajo

Die Vuelta Abajo liegt im Südwesten Kubas gilt allgemein als die am besten für den Tabakanbau geeignete Region der Welt und ist die wichtigste Quelle für Tabake. Ausserdem ist es die einzige Region, in der alle Sorten von Tabakblättern (auch Deckblätter) erzeugt werden.

W

Wickel

Halbfertige Zigarre, bestehend aus Einlage und Umblatt. Auch "Puppe" genannt. Zur fertigen Zigarre fehlt noch das Deckblatt, das im letzten Arbeitsgang aufgerollt wird.

Wickelpresse

Mit Molde oder auch Wickelpresse bezeichnet man Bretter mit Ausstranzungen in denen die Zigarrenpuppen/wickel in eine gleichmäßige Form gepresst werden.

Wrapper

(engl.) Deckblatt

Z

Zigarre

Oberbegriff für Zigarrenprodukte ( Kopfzigarre, Cigarillo, Stumpen)

Zigarrenring

siehe Bauchbinde

Zündholz

Viele Aficionados verwenden als Zündholz für ihre Zigarre ausschließlich Zedernholzspäne, andere schwören auf spezielle, extra lange Zigarren-Streichhölzer. Wichtig dabei ist, nach dem Entflammen des Zündholzes mit dem Anglimmen der Zigarre einige Sekunden zu warten, bis der Zündholzkopf abgebrannt ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Zigarre das Schwefelaroma annimmt.